Tag Archives: Glaubensbekenntnis

(D) Mein Glaubenverständnis

English Version see “What I Believe” on my Tikkun Homepage.

  • “Und viele Heidenvölker werden hingehen und sagen: »Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns über seine Wege belehre und wir auf seinen Pfaden wandeln!« Denn von Zion wird (die) Torah ausgehen und das Wort des Herrn von Jerusalem.” (Micha4,2.)
  • “Ein und dasselbe Gesetz soll für den Einheimischen und für den Fremdling gelten, der unter euch wohnt” (2.Mo.12,49.)

In das klassische, konstantinische, trinitarische, torahfeindliche, hellenistisch denkende, katholisch / reformiert / freikirchlich evangelikale Christentum zurück? Nein, danke!
Zurück zu den Wurzeln des wahren Christlichen Glaubens? Ja!
Siehe auch Seite “Kirche ade!” auf meiner Tikkun Website.

Begriffsbestimmungen. Namenskonventionen und Erklärungen.
Zum Glaubensbekenntnis. An wen und was ich glaube.
Fazit. “Mini Gschicht mit Gott” (ist Schweizer Deutsch und heisst: Meine Geschichte mit Gott).
Wer ist Jesus? Er ist der Messias!
Weiterführende Seiten. Empfehlenswerte Websites oder Pages.

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Lieber Leser,

Auf dieser Seite kannst Du mein aktuelles Glaubensbekenntnis bzw. über mein Glaubensverständnis lesen. Stand Juni 2017. Ich lerne immer wieder Neues dazu, und so kann dieses Bekenntnis bei neuer Einsicht oder Offenbarung angepasst werden. Ich masse mir nicht an, zu sagen, dass ich in allen Punkten absolut Recht habe. Alles Wissen und Erkennen ist “Stückwerk”, wie Rav Sha’ul bzw. der Apostel Paulus sagt.
Ich bin mir bewusst, dass etliche Christen beim Lesen dieses Glaubensbekenntnisses schockiert sein werden. Ich wäre es bis vor einigen Jahren ebenfalls gewesen! Einige werden mir die Freundschaft kündigen, z.B. auf Facebook, aber auch echte Freundschaften gingen/gehen in die Brüche. Ich nehme das in Kauf. Ich weiss, dass ich schlussendlich über das, was ich glaube, oder auch kommuniziere, vor meinem Schöpfer Rechenschaft ablegen werden muss.
Tatsache ist, dass Gott, nachdem ich über 30 Jahren “im Glauben” bin, meine “geistliche Festplatte” am Neu-Formattieren und Reformieren ist. Er ist seit 2011 daran, mir ganz neu zu zeigen, wer Er wirklich ist. Es ist fantastisch. Ich sage einfach nur: Danke, Abba!
Um gleich die Frage zu beantworten, wer/was ich denn nun eigentlich bin:
Ich bin kein (herkömmlicher, evangelikaler oder protestantischer) Christ mehr, noch bin ich ein Jude.
Ich bin ein Nachfolger des Messias, dem “einzigartigen” Sohn des Allerhöchsten!
Oder anders ausgedrückt: Ich bin ein “messianischer Heide”, ein “Goy Mashiach”.

Begriffsbestimmungen. Namenskonventionen und Erklärungen

  • Yeschua versus Jesus: Jesus kommt vom Griechischen IESOUS. Sein richtiger, hebräischer Name ist Yeschua (יֵשׁוּעַ). Yeschua ist (war) der “Leidende Diener”, der sog. “Messias Ben Yosef”, der vollkommene Tzaddik (Gerechter). Yeschua ist nicht nur ein Schaliach (Gesandter, Gesalbter) Gottes, sondern der Messias, welcher im Olam HaBa als “Messias Ben David” (im Kommenden Reich) unser Kohen Gadol (Oberpriester) sein wird.
    Wer Yeschua für mich wirklich ist und wie ich seine Stellung verstehe, steht weiter unten.
  • YHWH versus Gott: Gott ist ein Titel. Unser Gott heisst YHWH (יהוה‎). Niemand weiss, wie dieser Name ausgesprochen wird, deshalb sind Behauptungen, er werde Jahweh oder Jehova ausgesprochen, fragwürdig. Die Juden nennen Ihn hebräisch respektvoll “Hashem” (= “der Name”), um Seinen Namen nicht auszusprechen und aus Ehrfurcht. Deshalb nenne ich Ihn in der Folge auf dieser Seite jetzt auch Hashem, manchmal aber auch (weiterhin) einfach “Gott”. Hashem ist der Gott des Volkes Israel und der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Er ist auch unser und mein Gott, der Gott aller Goyim (Heiden bzw. Völker und Nationen). Er ist der alleinige Schöpfer von Himmel und Erde. Wenn ich zu Gott bete, nenne ich Ihn “Unser (oder mein) Himmlischer Vater” (“Avinu ScheBaShamayim“), manchmal nenne ich Ihn auch “Abba” (= Vater [Papa]). Und ja: Er ist auch mein “Avinu Malkeinu” (“Unser königlicher Vater”), zu welchem ich ein Beziehung pflege.
  • Geist Gottes (Ruach) versus der Heilige Geist: Der Geist Gottes ist der Ruach HaKodesh, oder eben Gottes Geist, Gottes Atem, Gottes Kraft, die dem “Gläubigen” zuteil wird. Er ist keine männliche Person und auch keine dritte Gottheit.
  • Tanach (abgk. TNK **) oder Die Hebräische Bibel versus “Altes Testament” (AT): Der Begriff “Altes Testament” ist irreführend und falsch. Die Torah (Bestandteil des Tanach) sind die Fünf Bücher Mose und sind die “Weisungen” Gottes, nicht das “Gesetz”, wie die meisten Christen es nennen. Yeschua und auch die Apostel haben nichts anderes gelehrt und gepredigt als den Tanach.
    ** TNK = Abkz./Akronym der 3 Teile Tora („Weisung“), Nevi’im („Propheten“) und Ketuvim („Schriften“).
  • Apostolische oder Messianische Schriften versus “Neues Testament” (NT): Der Begriff “Neues Testament” ist (ebenso) irreführend. Viele Christen meinen, das NT habe das AT abgelöst. Das ist falsch. Da das NT von berühmten Aposteln wie Matthäus, Markus, Lukas, Johannes, Petrus, Paulus und Jakobus geschrieben wurde, spreche ich lieber von den Apostolischen oder Messianischen Schriften. (Das heisst nicht, dass ich ein Neuapostole bin). Das NT hat nicht den selben Stellenwert wie das AT. Das NT könnte höchstens verglichen werden mit “mündlicher Torah”, d.h. es handelt sich um mündliche Überlieferungen, die schriftlich festgehalten wurden. (Übrigens wird die “Mündliche Torah” bzw. Überlieferungen vom Christentum fast völlig ignoriert und abgelehnt. Über die Aussage, dass das NT mit mündlicher Torah zu vergleichen ist, würde mancher Pastor oder Pfarrer jetzt sein Hemd zerreissen, und Jüdische Rabbis genauso.) Leider hat das NT etliche Übersetzungsfehler, egal in welcher Version oder Sprache. Sei es die englische King James Version, oder z.B. die Luther Bibel und weitere Bibelversionen. Die allermeisten basieren auf dem Textus Receptus. In all diesen Bibeln wurden etliche Verse z.T. ganz absichtlich verfälscht, um die Stellung des Jüdischen Yeschua’s zugunsten des Christlichlichen Jesus zu verändern. Gottlob sind jetzt Schriften wie der “Codex Sinaiticus”, “Papyri” 46 u.a.m., oder auch die “Dead Sea Scrolls” heute sogar im Internet verfügbar, so dass Übersetzungsfehler immer mehr entlarvt und korrigiert werden (siehe z.B. ganz unten den Link zur Website “NTCF.org” mit vielem Material).

Alle nachfolgenden Bibelstellen können online nachgelesen werden durch Anklicken der jeweiligen Stelle. Verse werden jeweils gleichzeitig auf Englisch aus der “Complete Jewish Bible” (CJB) von David H.Stern angezeigt, und auf Deutsch aus der “Schlachter 2000” (SCH2000) Übersetzung via Biblegateway.com.
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Mein Glaubenbekenntnis. An wen und was ich glaube.

  • Wie Yeschua es uns lehrte (Mk.12,28-32), glaube ich, auch wie er, an den Einen, Monotheistischen Gott, nämlich den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs (2.Mo.3,6) – Elohim Echad – und nicht an einen Dreieinigen Gott (Vater, Sohn & Heiliger Geist [aus-drei-mach-eins bzw. aus-eins-mach-drei]). Die Dreinigkeit basiert auf einem heidnischen, babylonischen Konzept/Dogma und erreichte den Durchbruch an den Römischen (Katholischen) Konzilen des 4.Jhdt. nach Christus.
  • Wie Yeschua es uns selber lehrte, war er ganz Mensch. Sein Gott ist auch unser Gott (Joh.17,3). Yeschua ist nicht Gott. Die Doktrin der Trinität (auch Dreieinigkeit oder Dreifaltigkeit genannt) ist ein heidenchristliches Konstrukt aus dem 4 Jhdt. Yeschua war nicht präexistent, in diesem Sinn auch nicht der Schöpfer des Universums, da er zur Zeit der Schöpfung noch gar nicht lebte. (Höchstens seine Neshama [Seele] war präexistent, wie die eines jeden Menschen). Yeschua wurde auch nicht von der Jungfrau (hebr. “Betulah“) Maria geboren, sondern ganz einfach von der jungen Frau (hebr. “Almah“) namens Mirjam (fälschlicherweise Maria genannt), die “dem Yosef Anvertraute” bzw. Verlobte. Yeschua’s leiblicher Vater war demnach Yosef, d.h. er wurde von Yosef (biologisch) gezeugt. (Über Yeschua’s Stammbaum steht ein anderer Artikel auf dieser Website zur Verfügung.) Yeschua starb freiwillig, nicht, weil er “das Opferlamm” war, sondern weil er als absoluter (torahtreuer) “Tzaddik” (Gerechter) lebte und sein Leben freiwillig für die ganze Menschheit hingeben wollte. Er, Yeschua [und nicht etwa Mose oder Rabbi Akiva] ist/war der Messias Ben Yosef, der leidende Knecht, der durch sein Gerechtsein und Leiden Versöhnung für die ganze Menschheit brachte, so wie RaMChaL in seinem Buch “Derech Hashem” (“Der Weg Gottes”) den vollkommenen Tzaddik beschreibt. Yeschua wurde von den Römern ermordet, und als “Erstling” auferstand er am 3.Tag von den Toten. (Nach seiner Auferstehung sagte Yeschua zu einer Jüngerin, dass er denselben Gott habe wie sie (Joh.20,17)!). Yeschua [und nicht etwa Rabbi Akiva] wird als (der herrschende) Messias Ben David auf die Erde zurückkehren. Er wird im Auftrag Hashem’s die Toten auferwecken, von welchen viele ins “kommende Reich” (Olam HaBa) kommen werden. (Den Vorwurf von vielen Juden, Yeschua könne gar nicht der Messias sein, weil er ja z.B. keinen Weltfrieden gebracht hat, akzeptiere ich nicht. Yeschua wird den Weltfrieden bringen, wenn er als Messias Ben David kommt.)
    Übrigens war Yeschua’s Botschaft nicht: “Ich werde für euch ans Kreuz gehen, so dass ihr das Gesetz nicht mehr einhalten müsst”, sondern: “Tut Busse, d.h. kehrt um von euren falschen Wegen, und glaubt daran, dass Gott sein Reich auf Erden aufrichten wird!” (Mk.1,15).
    Nochmals zum Thema “Yeschua als Opferlamm”: Gott hat ausdrücklich das Opfern von Menschen verboten! Aber die Christenheit glaubt, dass Gott bei Seinem Sohn eine Ausnahme machte und dessen Tod durch Blutvergiessen verlangte. Das ist paradox, ein Missverständnis und Falschauslegung der Schrift. Es war das Leben (und Leiden) Yeschua’s als Tzaddik (Gerechter), das uns Versöhnung mit Gott bringt, und nicht sein Tod am Kreuz (übrigens war es ein Pfahl, nicht ein Kreuz). D.h. der Fokus ist auf Yeschua’s Leben, nicht auf Yeschua’s Tod. (Das Christentum hat immer den Tod Jesu im Zentrum, übrigens ist auch der Islam stets auf den Tod fokussiert, aber das Judentum, und auch Gott, haben immer das Leben (“Chai”) im Zentrum – “wähle das Leben!”). Yeschua hat sein Leben von sich aus gegeben, freiwillig, wie er selber in Joh.10,18 sagt. Gott hat es nicht von ihm verlangt.
    Nochmal: Jegliche Idee, Yeschua sei vom Heiligen Geist gezeugt und von einer Jungfrau geboren worden, sind Mogelpackungen im NT und schwächen seine Position als Messias mächtig! Der Messias muss ein Mensch sein (also kein Gott oder Halbgott) und zwar aus der Linie Davids, so wie es im Tanach beschrieben ist.
    Bei Yeschua’s Mikwe (der christliche Begriff “Taufe” ist verwirrend) durch Yochanan (Johannes) empfing er (Yeschua) die Yechida, die höchste Form bzw. Stufe der Seele, die ein Mensch haben kann. Aus diesem Grund ist er ein “einzigartiger” Sohn Gottes, wenn es auch etliche Personen in der Bibel gibt, die von Gott selber als Sohn bezeichnet werden. Die “Krönung” Yeschua’s mit der Yechida bestätigt, dass er der Messias ist, denn nur einer kann diese Yechida empfangen.
  • Ich glaube, dass der “Heilige Geist” (“Ruach HaKodesh“) keine dritte Person/Gottheit ist und deshalb auch nicht angebetet und verehrt werden soll. Der “Geist Gottes” ist “ganz einfach” Gottes Geist (oder Atem bzw. Kraft) (1.Mo.1,2). Ich denke sogar, dass das Anbeten des Heiligen Geistes gegen das 1. und das 2. Gebot verstösst (2.Mo.20,3-5). Ich denke ferner, dass jeder, der aufrichtig Gott sucht und mit Ihm lebt, den Ruach hat. Er ist nicht für “zu Jesus bekehrte Christen” reserviert. Und die öfters gehörte Aussage von “bekehrten Christen”, dass die Juden den “Heiligen Geist” leider (noch) nicht haben, weil sie (noch) nicht bekehrt sind, ist eine Anmassung des Christentums.
  • Ich glaube, dass der Tanach (inkl. Torah) (Christliches sog. “Altes Testament” [AT]) das absolut autoritäre Wort Gottes ist, welches von Yeschua und den Propheten und Aposteln verkündigt und gelehrt wurde.
  • Ich glaube, dass die Apostolischen bzw. Messianischen Schriften (Christliches sog. “Neues Tesament [NT]) in keiner Weise die Weisungen des Tanach abgelöst oder aufgehoben haben. Es ist gut und wichtig, diese Schriften zu lesen und zu kennen. Wir erfahren dadurch, was Yeschua und die Apostel gelehrt haben und wie die Kirche (ich spreche lieber von Versammlung anstatt von Kirche) des 1.Jhdt.n.Chr. funktioniert hat.
    Das NT ist dem Tanach unterordnet. Paulus referenziert in 2.Tim.3,16 ausschliesslich auf den Tanach, da es das NT zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab.
    Ausserdem glaube ich, dass das NT nie dem AT widersprechen darf. Aussagen im NT dürfen also Aussagen im AT nie aufheben oder ersetzen. Hätten Yeschua, oder auch die Apostel, insbesondere Petrus und Paulus, etwas dem AT Gegensätzliches gepredigt, wären sie hochkant aus den Schulen und Synagogen geworfen worden, denn die Leute, z.B. die Beröer, forschten täglich in der Schrift (d.h. im AT, da es das NT nicht gab!) nach, “ob es sich also verhielte” (Apg.17,11). …Übrigens waren weder Yeschua noch Paulus, noch Petrus, noch Matthäus, Markus, Johannes oder Maria die ersten Christen, sondern sie waren alle Juden. An dieser Stelle ist festzuhalten, dass sowohl Yeschua als auch Paulus, 100% Torah-befolgende Juden waren und den Sabat und die Feste hielten und zudem koscher assen.
  • Ich glaube, dass die Torah nicht nur für Gottes Volk (Israel bzw. die Juden) Gültigkeit hat und massgebend ist, sondern auch für alle andern Nationen, Länder und Heiden (Goyim), die gem. Röm.11 in den “edlen Ölbaum” eingepropft sind und “dabei sein” bzw. dazugehören dürfen und wollen. Also ein “Gesetz” (=Hashems Weisungen = Torah) für alle – Juden (Israel) und Heiden (Fremdlinge) = wir/ich (2.Mo.12,49)! Ausserdem glaube ich nicht, dass die Torah von Yeschua “ans Kreuz genagelt ist”, damit wir Christen von ihr befreit sind. Yeschua selber wiederspricht dieser christlichen Idee in Mt.5,19. Die heidenchristliche Idee, dass Yeschua die Torah als aufgehoben oder erfüllt erklärt hat, enstammt der Feder von anti-messianischen = antichristlichen und anti-jüdischen = antisemitischen Kirchenvätern.
    Als Goyim können/müssen wir natürlich nicht alle Mitzvot (Gebote) einhalten, da es Mitzvot gibt, die z.B. nur für Priester / Leviten gültig sind (da der 3.Tempel noch nicht steht, können selbst priesterliche / levitische Mitzvot nicht eingehalten werden), oder andere Mitzvot gelten nur für “Am Israel” (also nicht für Goyim), usw. Aber Gebote wie den Sabbat heiligen oder Gottes Speisevorschriften einhalten, sind alleweil möglich.
    Ebenfalls glaube ich, dass Christen die Torah befolgen sollen (wenn bloss mehr Juden uns lehren würden!), nicht um gerettet zu werden, sondern weil sie durch Yeschua gerettet sind und ihm damit ihre Liebe und Gehorsam kundtun. Dies bestätigt auch Paulus in Röm.3:31.
    Ich glaube, Goyim sollten sich nicht zufrieden geben, die “Sieben Noachidischen Gesetze” einzuhalten, sondern sie sollten anstreben, so gut wie möglich die Torah zu befolgen.
  • Ich glaube, dass diejenigen das Reich Gottes “erben”, die einerseits durch die Gnade Gottes gerettet sind (Eph.2,8-9), andrerseits aber auch NUR in Kombination mit HÖREN, d.h. GEHORCHEN und TUN (Mt.7,24), denn der Glaube ohne Werke ist tot (Jak.2,26) – Yeschua warnt die “Gesetzlosen” = die Torah-Ignoranten in Mt.7,21-23. Ein sog. 5-Minuten “Bekehrungsgebet” kann ein Trugschluss sein (“einmal gerettet, immer gerettet”), denn die Taten eines Menschen werden zeigen, ob ein Mensch Anteil am Reich Gottes hat (das Urteil ist Gott überlassen!).
    Nochmal: Seine Werke TUN heisst demnach auch die Torah zu befolgen (nicht aus Zwang und Druck, sondern aus Liebe und Gehorsam). Dies beinhaltet nicht nur die “Zehn Gebote”, sondern auch das Einhalten von Hashem’s Festen gem. 3.Mo.23, sowie das Befolgen der Speisevorschriften (3.Mo.11), von den meisten Kirchen falsch ausgelegt und gepredigt.
  • Ich glaube, dass es im Tausendjährigen Reich Hierarchien geben wird, d.h. “Kleine” und “Grosse” im Königreich, je nach Taten der Gläubigen bzw. das was sie vom Tanach weggenommen, ignoriert oder aber auch hinzugetan haben (Mt.5,19).
  • Was passiert nach dem Tod? Bei diesem Thema bin ich noch am Lernen.
    Ich glaube, dass der Körper/Leib des Verstorbenen bis zur Auferstehung im Grab “ruht” und nicht bei Bewusstsein ist, demnach auch nicht in einem “Zwischenhimmel” ist (Dan.12,13). Hingegen denke ich, dass die Neshama (Seele) des Verstorbenen in einer Art Paradies geläutert wird, bevor sie nach Vereinigung mit dem Körper nach der Auferstehung ins Olam HaBa kommt.
    Zudem glaube ich, dass die Nicht-Geretteten Verstorbenen vernichtet werden und nicht in einer mythologischen, ewigen Hölle schmoren werden. Sie werden, wie Yeschua selber sagt, verloren = “endgültig vernichtet” werden (Joh.3,16).
    Nochmal: Hier bin ich noch am Lernen: Gem. Judaismus (siehe auch Buch “Derech Hashem” (“The Ways of God”)) durchläuft die Seele des Menschen nach dem physischen Tod ein “Läuterungsprogramm”. Dieses Läuterungsprogramm ist nicht zu verwechseln mit dem Katholischen Fegefeuer. “Ganz schlimme” Menschen, die keine Vergebung durch den Messias verdienen, wie z.B. ein Adolf Hitler, haben keine Aussicht auf ein Leben im Olam Haba und werden für ewig vernichtet. Ob solche Seelen nach physischen Tod noch eine Zeitlang speziell büssen müssen, sei hier dahingestellt.
  • Ich glaube, und freue mich, dass Gott nach dem Tausendjährigen Reich (auch Millenium genannt), eine neue Erde und einen neuen Himmel schaffen wird! (Off.21,1). Möge mir Gott (gelobt sei Er) gnädig sein, dass ich Sein “Olam HaBa” betreten darf.
  • Ich glaube, dass das Anti-Christliche (der Antichrist) besser das Anti-Messianische (der Anti-Messias) genannt werden sollte. Demnach ist das Anti-Messianische bereits längst unter uns, spätestens aber seit dem 4.Jhdt.n.Chr., nämlich alles, was sich gegen die Lehre Gottes und Yeschuas richtet.
    Dies ist aus meiner Sicht eine ernste Warnung an die Kirche mit ihrer Ersatztheologie! Aussagen wie “Das gilt nur für Israel, nicht für uns Christen”, “Wir sind vom Gesetz (d.h. der Torah) befreit” ,”Jesus hat das Gesetz aufgehoben, weil er es erfüllt hat”, “Jesus hat das Gesetz ans Kreuz genagelt”, “Die Torah gilt nur für die Juden, nicht für uns Christen”, “Die Juden sollen Passah und Hanukka feiern, wir Christen feiern halt Ostern und Weihnachten”, “Jesus hat den Sabbat durch den Sonntag abgelöst”, usw., sind gefährliche, anti-messianische Aussagen und Ansichten. Dieser Anti-Messias begann bereits einige Jahrzehnte nach Yeschua’s Auferstehung zu wirken (1.Joh.2,18).
  • Ich glaube, dass ich mit einem Juden schnell Streit haben kann, wenn ich ihm sage, Jesus sei ganz Mensch (gewesen) und ganz Gott! Es gibt nur einen Gott: Adonai (Elohim) Echad! Der Jude erwartet einen Messias, bzw. DEN Messias, der ein Mensch ist, vom Stamm Juda. Yeschua ist nicht der Gott-Jesus, sondern Yeschua Hamaschiach, der Gesalbte, der Gesandte, der Schaliach! Und Adonai – Hashem – ist nicht nur der Adonai Seines Volkes Israel, sondern auch mein Adonai! So kann ich Juden – Hashem’s Volk, auf “gute Art reizen”, wie es Gott vorausgesagt hat, dass ein “fremdes Volk” (ein “Nicht-Volk” – ich, ein Goy :-) ) Ihn ehren wird (5.Mo.32,21). Paulus bestätigt dies in Röm.10,19.

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(Nochmal:) Wer ist Jesus? Er ist der Messias!
(Siehe auch Welchem Messias folgst Du?)

  • Yeschua ist der Messias.
  • Yeschua war nicht präexistent.
  • Yeschua wurde als Mensch geboren. Sein leiblicher Vater heisst Yosef (Josef) und seine leibliche Mutter Mirjam (Maria). Die “Jungfrauengeburt” ist nicht wahr, sondern wurde von den sog. “Kirchenvätern” erfunden. Eine Jungfrauengeburt würde die Stellung des Messias völlig schwächen, da der Messias ein leiblicher Nachkomme aus dem Stamm Juda sein muss (und dies eben auch ist)!
  • Yeschua lebt. Er wurde von seinem und unserem Gott glorreich nach 3 Tagen im Grab auferweckt und sitzt nun an der Rechten des Allmächtigen Gottes.
  • Er ist der einzigartige ** “Sohn des Elohim” (Gott), aber die Deutung “Sohn Gottes” wird falsch interpretiert durch diejenigen, die ihn “Gott, den Sohn” nennen, eine Bezeichnung, die in der Schrift nicht gefunden wird.
    ** Einzigartiger Sohn, und nicht nur einfach “ein Sohn”, weil er bei seiner Mikwe (“Taufe”) die höchste Art der Seele, nämlich die für den Messias “reservierte” Yechida (und nicht den “Heiligen Geist”, wie es das Christentum falsch verstanden hat und falsch lehrt) erhalten hat.
  • Er ist der “Menschensohn” (Adam’s Sohn), was auf seine Rolle als Repräsentant des Königreichs von Israel und/oder als Messias hinweist (Dan. 7,13-14).
  • Er ist der “Gesandte” (shaliach), der einzigartige Agent seines und unseres Gottes.
  • Er wird im Tausendjährigen Reich unser Kohen Gadol (Hoherpriester) sein und von Jerusalem aus regieren.
  • Sein Leiden als kompletter, unbefleckter Tzaddik (absolut gerecht, perfekt) bezahlt die Strafe für unsere Sünde(n), WENN wir uns bemühen, in Gerechtigkeit zu leben, auch wenn wir ab und zu straucheln; deshalb ist es durch sein Verdienst, dass diejenigen durch Korrektur (tikkun) Versöhnung erlangen, die sich von ganzem Herzen ihm anschliessen und ihm so nachfolgen, wie er gewandelt ist (das tun sehr wenige Christen).
  • Er ist der vom Schöpfer Auserwählte, der König von Israel sein wird, um von seinem ihm von Gott gegebenen Thron in Jerusalem das kommende Messianische Königreich zu regieren.
  • Er lernte und demonstrierte einzigartigen Gehorsam Gottes ewigen Weisungen (Torah) gegenüber, wurde dadurch perfekt (vollbrachte “tikkun”, was Korrektur oder Reparatur bedeutet) durch seine eigene Anstrengung als 100% Mensch, eine glorreiche und grossartige Leistung, was von denjenigen, die ihn zu Gott machen, gerne verschwiegen wird. Dank Yeschua’s perfekten Gehorsam wurde er “der Urheber des ewigen Heils” sowie “Anfänger und Vollender unseres Glaubens” (Heb.5,9 und 12,2) und verdient(e) dadurch den einzigartigen und höchsten Status, welchem ihm sein Gott erteilte. Es ist deshalb nicht Yeschua’s Blut, welches “vergossen” werden musste, sondern sein Leben und Leiden als 100% gerechter und torahlebender Mensch, das Versöhnung für die ganze Menschheit brachte (bringt).
  • Yeschua hat als Messias Ben Yosef den Weg gebahnt, dass wir “ewiges Leben” erhalten. Sogar diejenigen erhalten dieses ewige Leben, die Yeschua nicht gekannt haben (oder kennen), dank Yeschua’s Leistung als Tzaddik UND dank Gottes Gnade. Gott prüft das Herz eines Menschen, seine Werke und Taten, und ob er Gott von aufrichtigem Herzen gesucht hat (und sucht), und nicht, ob er sein Leben Jesus “übergeben” hat.
  • Yeschua ist mein von Gott ordinierter Meister, Lehrer und oberste Autorität, da er – als der persönliche Gesandte (Agent) des Ewigen Gottes – in absoluter Autorität Gottes spricht. (Das heisst aber nicht, dass ich Ihn anbeten soll. Anbetung gebührt Gott allein.)
  • Yeschua wird zur vorbestimmten Zeit als Messias Ben David zurückkehren, um das versprochene, weltweite “Königreich Gottes” AUF ERDEN (nicht im “Himmel”, wie es das Christentum fälschlicherweise lehrt und dadurch Konfusion betr. der “Frohen Botschaft”, dem Evangelium, kreiert) aufzurichten. Es ist dieses Königreich, welches die “Frohe Botschaft” (das Evangelium) beihnhaltet, das Königreich, das durch/dank Yeschua’s Versöhnungswerk zustandekommt.
  • Yeschua ist nicht der Allmächtige Gott und Schöpfer. Gott hat die Erde und das Universum erschaffen, wie es in Jesaja beschrieben ist, kein anderer.

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Fazit. “Mini Gschicht mit Gott” (Meine Geschichte mit Gott)
1982 habe ich mich “zu Jesus Christus bekehrt”. In den nachfolgenden knapp 30 Jahren habe ich die Bibel so gelesen, wie sie mir in all den besuchten (Frei-)Kirchen präsentiert wurde. Ich habe gelernt: Ein Mensch muss sich bekehren, “Ja zu Jesus” und “sorry für meine Sünden, easy, gäll Jesus” sagen, dann kommt alles gut. Somit bin ich von der ewigen Hölle errettet. Das habe ich auch jahrelang so auf der Strasse gepredigt. Jesus ist mein Retter, der “gute Hirte”, mein Freund, mein Kumpel, der mit mir durch Dick und Dünn geht. Er akzeptiert mich, wie ich bin. Ein kurzes Gebet und du bist “Willkommen in Gottes Familie”!
2011 hat mich Gott auf einen neuen Pfad geführt. Er hat mir seine Heiligkeit (und sein Herz, die Torah) gezeigt. Er hat mir gezeigt, dass das NT ohne das AT nicht verstanden werden kann. Und er hat mir aufgezeigt, dass Seinem Sohn Yeschua nachzufolgen mehr ist, als ich bisher gedacht hatte. Yeschua war die “Lebendige Torah”, er hat sie uns 100%-ig vorgelebt. Gott hat mir gezeigt, dass Yeschua nachfolgen nicht nur Sein Wort (und Sein Wort ist die Torah) hören und lesen, sondern TUN ist. Das fängt in ganz kleinen Schritten an. Etwas vom Einfachsten ist es wohl, z.B. die Speisevorschriften gem. 3.Mo.11 einzuhalten. Etwas schwieriger schon ist es den Sabbat zu halten, aber ich merke, was für ein Segen es ist, sich am Samstag nicht mehr stressen (lassen) zu müssen mit Einkaufen, usw. Und so gibt es noch viele, viele gutgemeinte Weisungen (nicht “Gesetze” oder “Gebote”!) Gottes mehr, die wir einhalten dürfen, aus Liebe und Gehorsam und nicht aus Zwang.
Ich freue mich über die Bewegung, die in der “Christenwelt” begonnen hat! Man darf sie nicht unbedingt verwechseln mit dem “Hebrew Roots Movement”, das z.T. das Erlösungswerk Yeschuas in Frage stellt oder sagt, dass jeder zum Judentum konvertieren muss. Dem ist nicht so. Aber immer mehr Leute (Tausende, Hunderttausende, Millionen?) werden sich bewusst, dass die Kirche einfach zu lange an den Wurzeln ihres Glaubens und am Gott Israels vorbeigepredigt hat. Leider ernten Gläubige, die eine Liebe für Gottes Herz (die Torah!) entwickeln, Reaktionen wie: “Pass auf, dass du nicht ins Gesetz zurückfällst” und dergleichen. Sie haben es (noch) nicht verstanden. Aber mehr und mehr verstehen es! Der Aufbruch hat begonnen! Das “Konstantinische Christentum” kommt ans Ende. Ich habe es vertreten (dieses Konstantinische Christentum), weil ich es gelehrt worden bin. Und ich will niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben es ja alle nicht anders gewusst.
Jetzt hat die “Endgültige Wiederherstellung” gem. Apg.3,21 (“The Final Restoration”) begonnen! Hashem ruft viele Christen zur erneuerten (Torah-)Nachfolge auf (Joh.14,21)! Wenn Pastoren, Pfarrer, Prediger, Laienprediger, Evangelisten dies erkennen und diese Botschaft vom Reich Gottes verkündigen, so wie es Yeschua und die Apostel taten, dann sind wir auf der Zielgeraden!


Zu guter letzt: Du fragst Dich vielleicht, in welche (Frei-)Kirche ich eigentlich passe. In keine mehr. Ich habe die Kirche im September 2014 verlassen.
Heute besuche ich eine Synagoge in Zürich und freue mich darüber, wenn mehr als zehn Personen (meistens viel mehr!) gemeinsam den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs anbeten und ich von der Torah vernehme.
Für all das Neue, das ich seit Ende 2014 in den Schabbat-Gottesdiensten und seit einigen Monaten auch in den wöchentlichen Schiurim (Lehrstunden) in Zürich lernen darf, bin ich Gott – und der Jüdischen Gemeinschaft mit deren Lehrkräften – enorm dankbar!

Wann wird der Messias kommen? Er kommt sehr bald! Es liegt nicht an mir, den Juden zu überzeugen, dass Yeschua der Messias ist. Für mich ist er es einfach. Die Vorstellung, dass der Messias (schneller) kommt, “wenn Juden Jesus ‘akzeptieren'”, habe ich zu Grabe getragen. Der Messias kommt schneller, wenn alle Juden zur Torah zurückkehren, und wenn Christen die Torah ernst zu nehmen beginnen. Dann bricht das Messianische Zeitalter an! Erst recht, wenn Juden sagen: “Wir wollen ein Licht für die Nationen sein und die Welt Torah lehren”, und wenn Christen NICHT mehr sagen: “Wir wissen alles besser.” BS’D.

Baruch Hashem!
Talmid Thomas

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Posted by Thomas M. – www.eThomas.ch

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