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(D) Die letzte Meile

Food for Thought: Did God really say: “We are Three Gods in One”? |Denkanstoss: Sollte Gott wirklich gesagt haben: “Wir sind drei Götter in einem”?

Sh'ma Israel

Die letzte Meile des Christentums – oder: Der (ver)unmöglich(t)e Dialog

Diese Seite ist der Erinnerung
an jene edel gesinnten Forscher der
Schrift gewidmet, die den Gott der Bibel
entdeckten und für ihre Überzeugung,
dass Er Einer ist, starben.
Einer von ihnen war Michael Servetus,
ermordet durch Reformator John Calvin.
(Siehe hier [#010])

Und es trat zu ihm einer von den Schriftgelehrten, der ihnen zugehört hatte, wie sie miteinander stritten. Und als er sah, dass er ihnen gut geantwortet hatte, fragte er ihn: Welches ist das höchste Gebot von allen? Jesus aber antwortete ihm: Das höchste Gebot ist das: »Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der Herr allein, und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und von allen deinen Kräften« (5.Mose 6,4). Das andre ist dies: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst« (3.Mose 19,18). Es ist kein anderes Gebot größer als diese. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrhaftig recht geredet! Er ist nur “einer”, und ist kein anderer ausser ihm; und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und von allen Kräften, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer. Als Jesus aber sah, dass er verständig antwortete, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und niemand wagte mehr, ihn zu fragen. (Markus, Kap. 12, 28-34)

_____Nach dem Lesen dieses Artikels sind noch diese zwei Seiten empfohlen:
_____– Mein Glaubensverständnis (“Mini Gschicht mit Gott”): hier klicken
_____– Welchem Messias folgst Du? hier klicken

Die letzte Meile wird als die paar letzten Meter eines Telekommunikationsnetzes bezeichnet, der letzte Abschnitt der Leitung, die zum privaten Hausanschluss führt. Diese letzte Meile ist üblicherweise im Besitz von regionalen oder nationalen Monopolunternehmen und wird durch diese bis aufs Blut verteidigt, um die Konkurrenz nicht davon profitieren zu lassen.

Die letzte Meile im Christentum ist die sogenannte Trinität oder die Dreieinigkeit Gottes: Gott Vater, Jesus (Gottes Sohn) und der Heilige Geist. Ein Gott, und doch drei. Drei Götter, und doch einer. Wird diese Trinität in Frage gestellt, greifen Christen zum Schwert, um diese Doktrin zu verteidigen.

Aber beginnen wir vorne. Kurz zur Einführung: Nach einer persönlichen Lebenskrise finde ich als 25-Jähriger zu Gott. Als Namenschrist bekehre ich mich an einer Grossevangelisation 1982 in Bern und übergebe mein Leben Jesus. Ich empfange den Heiligen Geist und werde ein paar Wochen später in einer evangelischen Freikirche auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Von dort an läuft es rund. In den nächsten 30 Jahren verbringe ich mein geistliches Leben ausschliesslich in verschiedenen Freikirchen, die ich nur wegen Umzug wechsle. In diesen Kirchen habe ich verschiedene Ämter: Jungendgruppenleiter, Jugendhauskreisleiter, Hauskreisleiter, Ältester, Religionsunterrichtsleiter, Alpha (Alphalive) Gruppenmoderator und Gottkennen.ch-„E-Coach“, der für den christlichen Glauben „offene“ oder fragende Leute im Internet abfängt und ihnen Weisung gibt. Der Höhepunkt ist Lehrer im Rahmen von „Evangelisation Explosiv“ (EE), wo ich Junge und Ältere schule, wie man das Evangelium von Jesus Christus einem Gegenüber innerhalb ca. 15 Minuten auf der Strasse erklärt, und dieser dann ein kurzes Übergabegebet sprechen kann und – schwups – „Willkommen in Gottes Familie“ (eine EE Broschüre, die Frischbekehrten in die Finger gedrückt wird) ist. Daneben war ich übrigens jahrelang der Leiter der weltweiten Christlichen Gruppen in der Firma HP und vorher EDS. In all diesen Jahren schickte ich monatliche Newsletters an die 1‘500 Mitglieder dieser Vereinigung, zur “Auferbauung von Christen am Arbeitsplatz”. Im Sommer 2012 tanze ich lehrmässig aber bereits auf zwei Hochzeiten. Ich bin mit einer Gruppe von Leuten in Israel und evangelisiere unter Juden. In Jerusalem, Tel Aviv, Bethlehem und am See Genezareth. Will den Juden beibringen, dass sie ohne Jesus, den Sohn Gottes, bzw. den Gott-Sohn, verloren gehen und in die Hölle kommen. Aber zu diesem Zeitpunkt hat bereits ein Kampf in meiner Seele begonnen. Lehre ich das richtige? Ich bin unsicher geworden. Wie kam es dazu?

Eigentlich beginnt es ganz schleichend… Zum Jüdischen Versöhnungstag Yom Kippur im Oktober 2008 sind meine Frau und ich in Paris mit meiner Schwägerin und deren Mann bei einem Rabbi eingeladen. Den ganzen Tag lesen wir mit ihm in der Bibel.  Zudem wird den ganzen Tag gefastet. Nichts essen, nichts trinken. Den ganzen Tag. Irgendwann am Nachmittag meint der Rabbi: „Und jetzt lesen wir Jona“. „Welche Verse in welchem Kapitel?“, meine Frage. „Alle Verse. Alle Kapitel. Das Buch Jona. Punkt“, seine Antwort. Und dann lesen wir wieder. Stundenlang. Und dann diskutieren wir. Ich weiss heute keine Details mehr. Aber irgendwie hatte etwas in mir gezündet. Ich weiss nur noch, dass ich immer wieder sagen musste: „Aber das habe ich ganz anders gelehrt in der Kirche!“ Wer lügt denn da jetzt?!

Zuhause bahnt sich in mir drin mehr und mehr eine Unzufriedenheit über meine Kirche. Ich habe den Eindruck, ich bin am Verhungern, weil ich keine feste geistliche Speise erhalte. Über Jahre immer wieder die gleichen Predigten, zum x. Mal der Verlorene Sohn oder die Zehn törichten Jungfrauen. Meistens in den Gottesdiensten ein paar Verse aus einem Paulusbrief. Plötzlich verstehe ich den Orthodoxen Juden, der mir an der Ben Yehuda Strasse in Jerusalem sagt: „Ihr Christen habt zuerst Gott durch Jesus ersetzt, und jetzt ersetzt Ihr Jesus noch durch Paulus!“. Wie frech, hatte ich damals gedacht. Wie recht er hatte, denke ich heute.

Aber eins nach dem andern. 2011 bitte ich Gott: „Gib mir bitte Brot, geistliche Nahrung!  Zeig mir bitte einen neuen Weg! Ich möchte Dich aus biblischer Sicht besser kennen lernen! So kann es nicht weitergehen! Zeig mir bitte auch, was und wie ich falsch gelehrt worden bin!“ Und dann passiert es:  Gott drückt in meinem Glaubensleben, was die biblische Lehre anbelangt, die RESET-Taste. Ich beginne die Bibel noch einmal von vorne zu lesen, ohne die Rosa-Christenbrille. Einfach neutral lesen. Neu lesen. Objektiv lesen. Es ist fantastisch! Es wird plötzlich alles viel einfacher, viel klarer! Einfach wunderbar!

Wie sich mein Prozess seit 2011 entwickelte, kann gar nicht mal so einfach erklärt werden. Blicke ich zurück: Gott öffnete einfach die Himmelschleusen. Er hat mir wirklich geholfen (und hilft mir auch heute), Ihn, Sein Wort, und das Evangelium ganz neu zu verstehen. Innert weniger Monate durfte ich Leute, Lehrer, Buchautoren, Christen, Juden, Organisationen und Bewegungen kennenlernen, die mir den Weg in eine neu gewonnene Freiheit zeigen halfen (und immer noch helfen). Ganz, ganz vieles lief auch parallel, deshalb kann ich es sequentiell nicht ganz korrekt einordnen. Über allem wurde mir einfach eines ganz klar: „Ich muss zurück zu den Wurzeln des Christlichen Glaubens!“ Oder besser gesagt: Zurück zu den jüdischen Wurzeln des Glaubens!
(Und jetzt zurück in den Präsens:)

Fast von jedem Kontinent stellt mir Gott eine oder auch mehrere Kontaktpersonen zur Seite, mit welchen ich in einen wunderbaren Dialog treten darf, sei es via E-Mail, Facebook, oder auch Skype. Also dann, wie bahnt sich das alles an?
Wie schon geschrieben, vieles läuft parallel. Einerseits werde ich wie erwähnt zusehends unglücklich in meiner Kirche; u.a. schleicht sich dort immer mehr eine charismatische Strömung ein, mit der ich je länger je mehr Mühe bekomme. Und auch mit der Lehre, die von der Bühne vermittelt wird, habe ich immer mehr Mühe. Der amerikanische Einfluss von Bethel Church und Bill Johnson wird jährlich stärker. Alles Gute kommt ja aus USA (Siehe hier [#020]). Ich besuche ab und zu andere Freikirchen, denke, anderswo erhalte ich mehr, aber es ist überall mehr oder weniger dasselbe; d.h. dieselbe charismatische Lehre. (Ob freikirchlich, reformiert oder katholisch spielt immer weniger eine Rolle, sie gehen alle gemeinsam in eine Richtung, verschtahsch? [verstehst du?])
Dank Internet, und dank Facebookfreunden (Freunde, die ich teilweise nicht einmal persönlich kenne),  werde ich auf Websites, Videos, Bücher und Institutionen aufmerksam gemacht, die hervorragendes Lehrmaterial bieten. Das meiste ist auf Englisch.
Durch Daniel I., einem mir unbekannten (!) Facebookfreund und damals arbeitslosen Privatjetpiloten, werde ich auf ein Video aufmerksam gemacht: „Passover Movie – The Messiah YESHUA Prophecy Fulfilled“ (siehe hier [#030]). Thema: Passah – erfüllte Prophetie. Ich kann die Tränen nicht zurückhalten, so berührt mich dieser Film! Etwa gleichzeitig stosse ich, ebenfalls dank Facebook auf Videos von Passion for Truth Ministries (PFT). Thema u.a.: „Ist die Torah wirklich abgelöst?“ (Siehe hier [#040]). Ich stelle erneut fest: Ich kriege endlich Nahrung! Keine verdünnte Milch mehr, sondern Steaks! Das, was ich so lange gesucht und mir erhofft habe! Themen sind Ersatztheologie („Israel hat keinen Auftrag mehr, es ist jetzt die Kirche!“). Es wird aufgezeigt, wie viele unserer Kirchenväter (ich nenne sie z.T. fast lieber Kirchengangster) total anti-semitisch waren und gänzlich alles jüdische, inklusive dem Namen Gottes, aus der Bibel verschwinden liessen.

Ebenfalls in dieser Zeit haben meine Frau und ich immer stärker das Verlangen, nach einer jüdischen oder messianischen Gemeinschaft in der Nähe von Zürich zu suchen. Aber was macht man bloss, wenn man überhaupt niemanden kennt? Man kann ja mal Google fragen und einfach „Messianische Gemeinschaft Zürich“ eintippen. Dabei stossen wir auf CHAI. Auf der Website (Siehe hier [#050]) entdecke ich die CHAI Rundbriefe. Ich drucke sie alle aus. Der Inhalt haut mich aus den Socken! Ich verschlinge alle Rundbriefe zum Thema Trinität, u.a. später auch die Dokumentation „Die Dreieinigkeitslehre und ihre geistigen Wurzeln“ (Siehe hier [#054]). 2013 besuchen wir alle biblischen Feste mit und bei CHAI, anstatt z.B. Ostern oder Pfingsten im christlichen Gewohnheitsstil zu feiern. Auch ein Video von PFT „Sollen Christen Weihnachten und Ostern feiern?“ (Siehe hier [#060]) ist in diesem Zusammenhang hilfreich. Oder das Video „Sollen Christen den Schabbat halten?“ (Siehe hier [#070]). Ein weiterer kleiner und doch bedeutender Meilenstein in meinem persönlichen “Tikkun” sind zu jener Zeit die wöchentlichen TV-Sedunden “Die Bibel aus Jüdischer Sicht” mit Frau Prof. Ruth Lapide auf Bibel TV.
Über ein Hebrew Roots (Hebräische Wurzeln) Social Network TheRegathering.com werde ich dann 2012 auf eine Website aufmerksam, die (neben CHAI) mein Christliches Glaubensverständnis und auch damaliges trinitarisches Glaubensbekenntnis wirklich und nachhaltig zum Einsturz bringt: Torah of Messiah (http://torahofmessiah.org) (Siehe hier [#080]). Diese Website, damals noch in etwas älterem Stil gemacht, zieht mich an wie ein Magnet! Und sie zieht mir meinen Christlichen Glaubensteppich nun endgültig GANZ unter den Füssen weg! Themen wie die Jungfrauengeburt, Die Hölle, Welche Bücher der Bibel sind massgebend, Empfohlene Bücher für suchende Christen, usw. lassen mich über Wochen und Monate nicht mehr los! Hunderte von Seiten drucke ich aus, bewaffne mich mit Leuchtstiften und Kugelschreibern und beginne zu lesen und zu lesen und zu lesen. Ich bin empört! Maria’s Jungferngeburt sollen wir alle falsch verstanden haben?! Das Neue Testament soll Fehler haben, die absichtlich reinkamen?! Ich beginne mit dem Autor der Website, Bruce B., einem Luftfahrt Ingenieur, in regelmässigen E-Mail Verkehr zu treten. Ich durchlöchere ihn mit Fragen. Und immer schreibt er mir zurück, bleibt anfangs freundlich, aber fängt dann doch an, mich mehr und mehr zu ermahnen: „Thomas, es wird Zeit, dass Du selber überlegst und zu studieren beginnst! Lies doch endlich mal die von mir empfohlenen Bücher! Dann findest Du Antworten darauf, was Du mich fragst!“ Ich nehme Bruce ernst. Ich kaufe Bücher via Amazon (Siehe hier [#100]), u.a. Bücher zum Thema Judaismus, um das Judentum und den Glauben besser kennen und verstehen zu lernen. Und ich kaufe mir das Buch „Die Lehre der Dreieinigkeit Gottes – die selbst zugefügte Wunde der Christenheit“ von Anthony Buzzard (focusonthekingdom.org) (Siehe hier [#110]). Ein „gläubiger“ Freund, mit welchem ich seit Monaten regelmässig wöchentlich gebetet habe, ist empört, schockiert und zornig über mich: „Thomas, Anthony Buzzard ist ein Häretiker! Schau doch mal das Video, die Debatte über die Göttlichkeit Jesu (Siehe hier [#120]) auf YouTube an! Dann kommst Du wieder zur Vernunft!“). Ich schaue mir die Debatte an, und sie erreicht bei mir gerade das Gegenteil! Ich bin jetzt aber noch überzeugter als vorher! Jesus war nie Gott, sondern Mensch! Aber er ist der Messias! Der Freund, welcher mich zur Räson bringen wollte, trennt sich von mir: „Ich kann nicht mehr mit Dir beten, wir haben nicht mehr dasselbe Fundament!“ Und weg ist er. Mit Anthony Buzzard kann ich dann auch persönlich via Skype in Verbindung treten. Ein sehr netter, höflicher und bescheidener Engländer, der in den USA lebt. Er ermutigt mich, meinen Weg weiterzugehen, den ich angetreten habe. Das erwähnte Buch über die falsche Lehre der Trinität gibt es auf Deutsch, zwar nicht mehr als käufliches Buch, aber via Website Restoration Fellowship kostenlos herunterladbar (Siehe hier [#130]).

E-Mail an Thomas, Nov.2013 (aus dem Englischen übersetzt): “Ich nehme mir die Zeit, jedermann (und dich, Thomas) zu erinnern, dass die Foren in dieser Gruppe nicht benutzt werden dürfen, um ketzerische, falsche oder irreführende Informationen zu verbreiten.” (AJ.M.)

Zur selben Zeit schaue ich mir auf dem Internet auch Videos von 119 Ministries, z.B. das Video über die Speisevorschriften, die uns Gott gegeben hat (3.Mose 11) (Siehe hier [#140] oder hier [#142] ). Wir haben das als Christen total falsch verstanden. Im selben Monat noch singen wir in der Kirche als Schlusslied „Du schriibsch Dis Gsetz zmitz i mis Härz“ („Du schreibst Dein Gesetz [die Thora] mitten in mein Herz“) und gleich anschliessend gibt es im Kirchenfoyer Hot Dog – Schweinefleisch! Beim Ältestenrat der Kirche stosse ich mit meiner Beschwerde auf Unverständnis.
In Facebook trete ich immer mehr Gruppen bei, in welcher Leute sind, die auf demselben Dampfer sitzen wie ich. Frustriert von der Kirche, fasziniert von der Bewegung „Zurück zu den Hebräischen Wurzeln des Glaubens“. Viele davon sind einfach suchende Christen, die die Wahrheit wissen möchten. Es gibt auch viele jüdisch-messianische FB-Gruppen (es stellt sich aber bald heraus, dass die wenigsten von ihnen Juden sind, sondern Christen). Und es gibt FB-Gruppen, die über die Thora Gedankenaustausch halten. Über eine dieser Gruppe lerne ich Paul Herring, einen Ingenieur, aus Australien kennen. Er ist Bücherautor und Editor der Website Circumcised Heart.info (circumcisedheart.info) (Siehe hier [#150]) („Beschnittenes Herz“) – eine weitere wahre Fundgrube und Perle im Internet mit dutzenden lehrreichen Dokumenten über Christen- und Judentum, u.a. „Die Bibel aus Hebräischer Perspektive“, usw., alles frei zum Herunterladen auf den Computer. Mit Paul trete ich in einen regelmässigen E-Mail Kontakt, und auch er wird mir ein „Achi“. Via Paul komme ich erneut in eine weitere “Dimension”. Durch ihn lerne ich Uriel ben-Mordechai, einen amerikanischen Juden kennen, der Alija gemacht hat und seit Jahrzehnten in Jerusalem lebt. Uriel’s Organisation heisst Chut HaM’shulash (NTCF) (Siehe hier [#160]). Über Monate besuche ich seine virtuelle Schule bzw. Online Seminare via Internet (genannt Webinars), jeweils Samstag abends von 22.00h bis Mitternacht Schweizer Zeit (Siehe hier [#170]). Dort legt Uriel den Römerbrief (z.Zt. noch nicht elektronisch verfügbar) aus, und zwar anhand der biblischen Manuskripte Codex Synaiticus (Siehe hier [#180]) und Papyrus 46 (Siehe hier [#182]). Er vergleicht immer wieder mit dem Textus Receptus (Siehe hier [#184]) und der King James Version (KJV), die er Jamesville oder King Jimmy Version nennt. Die KJV hat als Basis den Textus Receptus, dasselbe gilt für fast alle Bibeln, auch die Deutschen Übersetzungen von Schlachter, Elberfelder, Luther, inklusive der Hobby-Übersetzung „Hoffnung für Alle“. Alle diese Bücher haben die gleichen Übersetzungsfehler! Viele, viele Bibelstellen im NT sind ganz einfach FALSCH übersetzt, viele z.T. ganz bewusst. Uriel erklärt alles total im Detail, Griechische Sätze, Hebräische Sätze. Es ist erstaunlich, wie ganze Bibeltexte einen neuen Sinn ergeben können, nur weil z.B. in einem Satz in unseren Bibeln eine einzige Präposition falsch übersetzt ist. Und weil niemand unserer Pfarrer, Pastoren und Prediger Griechisch, geschweige denn Hebräisch, kann, hinterfragen sie diese Falschübersetzungen auch nicht. Wie sollen sie denn! Aber seit ein paar wenigen Jahren sind sowohl der Codex Synaiticus wie Papyri 46, 10, usw., auf dem Internet öffentlich verfügbar. Doch, es gibt schon Theologen, die Griechisch verstehen, aber sie scheuen diese Orignal-Bibeldokumente wie der Teufel das Weihwasser. Denn, sollte ein Theologe, oder auch Pastor, zur Einsicht kommen „Mensch, was ich gelernt und auch gelehrt habe, ist ja grossenteils falsch!“, dessen ganzes Glaubensgebäude stürzt ein, und mit ihm vielleicht seine ganze Kirche!. Ein Pastor muss befürchten, dass ihm seine Schäfchen in Massen davonlaufen, oder ihn der Ältestenrat in die Wüste schickt. Zudem muss eine Kirche befürchten, dass der Geldstrom versiegt, wenn die Herde abtrünnig wird. Deshalb: Lieber nichts Neues anfangen, lieber nichts hinterfragen, lieber alles beim Alten lassen. „Gring abe u seckle!“, Vogel Strauss Politik, „Bleib mir fern mit diesem Zeug, Thomas, ich will mich mit solchen Themen wie Trinität gar nicht erst befassen!“, ernte ich Kritik aus (Frei-)Kirchenführungskreisen. Telefonisch werde ich von einem Senior Pastoren gewarnt, ebenfalls ins lokale Pastoren-Office werde ich zitiert, wo mir versucht wird, einzubläuen: „Thomas, jetzt spinnst Du! Was soll das Ganze mit dieser Dreieinigkeit?! Zudem: Die Thora hat für uns Christen wirklich keine Bedeutung! Das ist was für die Juden, aber nicht für uns! Und falls doch, dann höchstens die Zehn Gebote!“ (Randbemerkung: Gegen das 1. und das 4. Gebot wird laufend verstossen. Aber eben, Christen sind ja vom Gesetz „befreit“!)

Ich versuche immer noch, in der Kirche auszuharren, aber es ist schwierig. Das Fass zum Überlaufen bringt schlussendlich ein Jugendpastor (der nach eigener Aussage „sooo ungern im Alten Testament liest“), indem er sagt: „Und im letzten Jugendgottesdienst ist ein einfach ein Mädchen rückwärts zu Boden gefallen. Und dann hat es am Boden eine Stunde lang einfach gelacht. Da haben wir sooo stark die Präsenz Gottes gespürt!“ (Hilfe!). Und im Gottesdienst wird regelmässig gesungen: „Heiliger Geist, Du bist Gott!“ Im September 2014 trete ich endgültig aus der Kirche aus. Es wird mir verwehrt, ein Abschiedswort an die versammelte Gemeinde zu richten. „Man kann nicht jeden verabschieden, der aus persönlichen Gründen austritt“, wird mir per E-Mail mitgeteilt. (Noch heute treffe ich Freunde aus der Kirche auf der Strasse, die mir sagen: „Thomas, man hat Dich schon ein Jahr nicht mehr bei uns gesehen – was ist eigentlich los?“)
Bevor ich die Kirche verlassen habe, übrigens ein weiteres Malheur, das erwähnenswert ist:
Ca. ein Jahr vorher habe ich eine Telefonkonferenz mit meinen zwei amerikanischen Co-Leitern der Christian Fellowship in meinem Geschäft, der HP. Ich teile ihnen mit, dass ich mein Amt als Hauptleiter zur Verfügung stellen möchte, weil ich einfach nicht mehr hinter dem Trinitarischen Glaubensbekenntnis (Siehe hier [#190]) stehen kann. Ich will halt einfach offen und ehrlich sein. Ich teile den beiden „Brüdern“ mit, dass ich noch einen letzten offiziellen Newsletter schreibe mit einer Begründung an die eineinhalbtausend Mitglieder in 26 Ländern. Aber am Tag darauf werden meine sämtlichen Systemberechtigungen gekappt und ich gesperrt, so dass der Versand meines E-Mails blockiert wird. Per E-Mail wird mir vom neuen Leiter noch mitgeteilt, dass ich ein Ketzer sei und auf geradem Weg in die Hölle sei, falls ich nicht Busse tue. Und ebenfalls – nochmal ein paar Monate vorher – wird mir von der Leiterin eines evangelistischen „Netzwerks“ per E-Mail mitgeteilt, ich möchte bitte zu keinen Strasseneinsätzen mehr kommen, da ich „einer Lüge Satans verfallen sei“.

Um nochmal zu Uriel zurückzukommen: Von ihm habe ich gelernt, dass der Hebräerbrief, der Galaterbrief und der Römerbrief hundert Prozent Thora-kompatibel sind. Und dass Jesus (ich nenne ihn lieber nach seinem Hebräischen Namen Yeschua) und alle Jünger thoratreu und 100 prozentige Juden waren, sie alle, inklusive Yeschua, haben nicht das Christentum gegründet. Wir meinen das bloss, weil wir so gelehrt wurden. Wunderbar sind die oben erwähnten Briefe (Hebräer und Galater), die für ein paar wenige US-Dollar von der NTCF Website (Siehe hier [#200]) heruntergeladen werden können. Auf derselben Website kann das Buch „If? The End of a Messianic Lie“ bestellt werden. Es zeigt die traurige Tatsache auf, dass die meisten Messianischen Juden in Israel keine Messianische Juden, sondern Christen sind. Sie lesen ein wenig Thora, feiern Pessach, Shavuot und Sukkoth, sind aber Trinitarier. Sie haben eine Ansicht über Gott, die ein Jude nie und nimmer teilen und akzeptieren wird! Denn Gott ist Einer! Elohim Echad! Nicht zwei oder drei. Lies mal Jesaja Kapitel 43-46, was Gott über Sich selber sagt. Im Frühling 2014 habe ich eine Diskussion mit zwei Jüdischen Frauen in einem Restaurant in Jerusalem. Die eine fragt mich: „Ihr klingt wie Schweizer. Meine Nichte ist in der Schweiz, deshalb erkenne ich Sie an der Aussprache. Aber weshalb kommen Sie denn nach Israel?“ Ich antworte: „Ich komme aus drei Gründen gerne nach Israel: Erstens liebe ich das Jüdische Volk. Zweitens liebe ich das Land Israel. Und drittens haben wir denselben Gott wie Ihr Juden, und diesen Gott lieben wir von ganzem Herzen!“ Antwortet sie: „Nein, Ihr Christen habt einen andern Gott als wir Juden! Ihr habt Jesus Christus!“ Ich sage: „Nein, mein Gott ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs!“ Sie fällt mir vor Freude fast um den Hals!

E-Mail an Thomas, Dez.2013: “Leider muss ich aber dir sagen, dass ich mit deiner Theologie, Jesus sei nicht wahrer Mensch und zu gleich wahrer Gott gewesen, nicht einverstanden bin. Im Gegenteil!! Das ist eine klare Irrlehre und entspricht nicht der Wahrheit der Bibel!!! Ich kann nicht verstehen, wie du diese Lüge glauben kannst! […] die Theologie die du vertrittst, ist eindeutig eine Irrlehre und Lüge von Satan!” (V.B.)

 Gegen Ende 2014 ist ein Artikel auf der Deutschen Website Worldwidewings.de, welche die Göttlichkeit Jesu zur Diskussion stellt. Es ist eine Website, die sich messianisch nennt. Im Forum schreibe ich meine Begründung, weshalb Jesus nicht Gott ist. Ich werde von einem Leiter per E-Mail gewarnt, dass ich einer „bösen Irrlehre“ verfallen sei. Worauf ich nochmal meinen Standpunkt kundtue. Zwei Tage später werde ich von der Website verbannt. Man hoffe auf mein Verständnis, dass man nicht anders handeln könne.
Ähnlich geht es mir in mehreren Facebookgruppen. Überall dasselbe. Leute, die sich entweder Messianische Juden nennen oder Messianischen Juden nahestehen, entpuppen sich als harte Trinitarier. So werde ich auf Warren Marcus‘ FB Gruppe, gesperrt, und dann auf einer messianischen Rabbi Kaduri Fanpage. Und auf etlichen weiteren Facebookgruppen wird mir von Christen, die das Gesetz und die Liebe ins Herz geschrieben haben, die Hölle angedroht.

Ich habe die letzte Meile zurückgelegt und die falsche Doktrin der Trinität zu Grabe getragen. Es gibt kein Zurück.

“Ausserdem, das Verdienst und die Stärke dieser Gerechten (“Tzaddikim”) ist auch deshalb grösser, aufgrund ihres Leidens (für andere), und gibt ihnen sogar grössere Möglichkeit, für den Schaden anderer aufzukommen. Aus diesem Grund können sie nicht nur ihre eigene Generation wiederherstellen, sondern sie können auch allen spirituellen Schaden korrigieren (bereinigen), und zwar bis zu den ersten Sündern dieser Zeitrechnung (=Adam & Eva) zurück.”
Rabbi Moshe Chayim Luzzato (“Ramchal”) [1707-1746], in “Der Weg zu Gott” (Derech HaShem)

Das ist der springende Punkt: Solange wir auf unserer Trinität verharren, werden wir NIE in einen Dialog mit Juden treten können. Wann lernen wir endlich, das Evangelium vom Reich Gottes so zu predigen, wie es Yeschua und die Apostel auch getan haben? Wann verstehen wir, dass Yeschua der Messias, aber nicht Gott ist?! Warum predigen wir einen Jesus, der von Gott geopfert wurde, da Gott im Tanach (= Hebräische Bibel bzw. Altes Testament) ausdrücklich das Opfern von Menschen verboten hat?! Wann verstehen wir, dass Yeschua der Messias ist, nicht weil er am Kreuz (es war übrigens ein Pfahl, kein Kreuz) als Opferlamm (Siehe hier [#210]) starb, sondern weil er als Mensch ein Leben als Gerechter („Tzaddik“) führte?! Neben Yeschua sollen noch ungefähr 6‘000 weitere Juden am Pfahl getötet worden sein. Nein, es war Yeschua’s gerechtes, thoratreues Leben und seine stetige, enge, feste Verbindung zu seinem Gott und himmlischen Vater, dadurch konnte und kann er die Welt mit Gott versöhnen. Bei den Juden zählt das Leben, nicht der Tod! Bei Gott auch. AM Israel Chai! Natürlich hat Yeschua am Pfahl gelitten, das ist ganz klar. Aber er ist nicht ein oder DAS Opferlamm.
Dieser Yeschua wird als Messias wieder kommen! Die Juden, die mir so lieb sind, glauben nicht, dass er der Messias ist. Sie sagen, wer am Holz sterbe, könne kein Messias sein, auch habe Jesus seinen Auftrag nicht zu Ende gebracht, meinen sie. Aber für mich ist und bleibt er der Messias! Er starb, wurde von Gott drei Tage später vom Tod auferweckt, fuhr in den Himmel auf uns ist jetzt zur Rechten des Vaters. Aber ich will mit den Juden nicht streiten. Wenn der Messias kommt, werden sie ihn alle schlagartig erkennen. Er wird kommen, um Gottes Königreich auf Erden aufzurichten. Bis zu diesem Zeitpunkt sind unsere Sünden zugedeckt. Im Messianischen Reich, wenn Yeschua als Kohen Gadol im Tempel (den er wieder aufbauen lassen wird) in Jerusalem amtieren wird, werden sie uns endgültig vergeben sein. In diesem Tausendjährigen Reich wird es kein Vorbeikommen an Yeschua geben, denn Er wird der Weg, die Wahrheit und das Leben sein, und niemand wird zu Gott kommen als durch ihn. Dann wird Yeschua das jüdische Volk und die Zehn Stämme des Nordreichs alle nach Israel zurückführen. Und dann wird Friede sein auf der ganzen Welt.
Bis zu diesem Zeitpunkt gilt es, nicht Jesus „das Herz zu schenken“, sondern Gottes Gebote zu befolgen, genauso, wie er (Yeschua) es dem Schriftgelehrten in Liebe mitgeteilt hatte in Mk.12 (siehe zuoberst), d.h. Gott von ganzem Herzen zu lieben und zu fürchten, sowie den nächsten zu lieben und höher zu achten.
Zur Frage betr. der Prä-Existenz Yeschuas: Yeschua war nicht präexistent. Er war auch bei der Schöpfung nicht dabei. Bei der Schöpfung anwesend waren die Himmlischen Heerscharen, weshalb Gott sagte: “Lasset UNS …”. Nix mit Jesus und Heiligem Geist. Yeschua wurde auch nicht durch eine “Jungfrauengeburt” oder aus dem Hl.G.  geboren, sondern hatte wie jeder Mensch (und Prophet) auch leibliche Eltern. Nämlich Yosef und Mirjam (bei den Christen bekannt unter Josef und Maria). Jegliche Idee, Yeschua durch übernatürliche Art geboren werden zu lassen, ist heidnisch und würde ausserdem die Position des kommenden Messias ganz entscheidend schwächen. (Bei diesem Punkt machen die meisten Christen nun endgültig nicht mehr mit.)

P.S. Die Thora kann ich als Nicht-Jude nicht vollständig befolgen, da es Weisungen gibt, die nur für Juden, oder nur für Priester, gültig sind. Aber ich kann sie in dem Ausmass ausleben, wie es mir als Goy (Heide) möglich ist, und wie es mein Staat bzw. meine Kultur erlaubt. Ich kann das Erste Gebot ernst nehmen und Gott allein anbeten. Und ich kann das Vierte Gebot befolgen, d.h. den Schabbat einhalten. Einen Tag zur Ruhe kommen und auf Gott fokussiert sein. D.h. ich reserviere diesen Tag für die Gemeinschaft mit Gott und Seinem Wort. Ich gehe am Samstag nicht mehr einkaufen, gebe kein Geld mehr aus in Restaurants, usw. Ich kann Gottes Feste feiern gem. 3.Mose 23. Und ich kann z.B. Gottes Speisevorschriften ernst nehmen und u.a. kein Schweinefleisch mehr essen. Und all das, nicht um gerettet zu werden, sondern weil ich gerettet bin und Gott Ehre erweisen möchte.

In der Liebe meines Einen und wahrhaftigen Gottes Adonai und in der Liebe des Messias,

Thomas Mäder

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Quellenverzeichnis:

[#010] Michael Servetus: hier klicken
[#020] Bethel Church & Co.: hier klicken
[#030] Sollten Christen Ostern feiern: hier klicken
[#040] Ist die Thora abgeschafft?: hier klicken (Artikel gelöscht)
[#050] LaMakor Rundbriefe: hier klicken
[#054] LaMakor Dreieinigkeitslehre: hier klicken
[#060] Sollten Christen Weihnachten und Ostern feiern: hier klicken
[#070] Sollten Christen den Sabbat halten: hier klicken (Artikel gelöscht)
[#080] Website Torah of Messiah: hier klicken
[#100] Empfohlene Bücher: hier klicken
[#110] Die Lehre über die Dreieinigkeit Gottes: hier klicken
[#120] Die Debatte über die Göttlichkeit des Messias: hier klicken
[#130] Die Lehre über die Dreieinigkeit Gottes: hier klicken
[#140] Die Ernährungsinstruktionen Gottes: hier klicken
[#142] Schwein gehabt: hier klicken
[#150] Website Circumcised Heart: hier klicken
[#160] Website Chut HaM’shulash (NTCF): hier klicken
[#170] Die Lehre kommt aus Zion (NTCF): hier klicken
[#180] Codex Synaiticus: hier klicken
[#182] Papyrus 46: hier klicken
[#184] Textus Receptus: hier klicken
[#190] Christian Fellowship @ HP: hier klicken
[#200] NTCF Bücher: hier klicken
[#210] Das Opferlamm entlarvt: hier klicken

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(D) Kirche Ade!

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– Die letzte Meile : hier klicken
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– Meine Vision der Gemeinde: hier klicken
– Meine Wunschgemeinde: hier klicken

Die GvC Bassersdorf, und auch die (Muttergemeinde) GvC Winterthur, waren “meine” Kirche von 2001 bis 2014. Ich bin der GvC für diese Zeit, in welcher meine Familie ein- und ausgingen, sehr dankbar! Es liegt mir deshalb ferne, die GvC namentlich anzuklagen! Aber ich möchte auf dieser Seite einige Gedanken mitteilen, welche mich dazu bewogen haben, die Kirche (im September 2014) endgültig zu verlassen. Die GvC ist eine evangelische Freikirche wie viele andere auch (FEG, ICF, EMK, Pfimi, usw.). Sie predigt ein christliches, mehr und mehr charismatisches Evangelium, das ich bis 2011 nie hinterfragt hatte, bis mich Gott wie auf die Seite nahm und Er mir Sein Evangelium nochmal von Grund auf zu erklären begann. Er führt(e) mich zurück zu den Wurzeln des Christlichen Glaubens, und zurück zu Ihm, dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Nochmal: Ich bin der GvC dankbar. Pastoren, Mitarbeiter, Kirchenbesucher – viele meinen es gut, sind aufrichtig, lieben Gott und die Menschen. Auch leistet die GvC im sozialen Bereich Superarbeit, z.B. mit ihrer Quellenhofstiftung.
Durch das Studium verschiedener Literatur und Websites (mehr erfährst Du auf meinem Blog) entdecke ich seit einigen Jahren, dass das Evangelium, das in unseren Kirchen und Freikirchen gepredigt wird, in vielen Bereichen komplett verdreht, falsch interpretiert und Bibelverse, ja ganze Bücher, insbesondere im Neuen Testament, falsch ausgelegt werden. Ich weiss, das klingt krass, besserwissend, arrogant, aber ich bin zutiefst überzeugt: Es ist so. Ein paar Gründe:
Unser Gott ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott Israels. Dies ist der einzige Gott. Es gibt keinen anderen Gott. Das Christentum hat den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs weitestgehend durch Jesus Christus ersetzt. Man betet fast ausschliesslich zu ihm, bzw. ihn an. Das ist ein Verstoss gegen das erste Gebot. Ausserdem wird in (Frei-)Kirchen mehr und mehr der Heilige Geist angebetet. Ein gläubiger Jude würde sich schämen, würde er eine Kirche betreten und das Betreiben christlicher “Vielgötterei” erleben!
Das Christentum lehrt, dass die Menschheit, die Juden, im Alten Testament (AT) unter dem Gesetz lebten, Christen seit dem Neuen Testament (NT) unter der Gnade. Das ist eine völlige Fehlinterpretation der Schrift. Ausserdem stellt diese falsche Ansicht einen zornigen (monotheistischen) Gott des AT, und einen gnädigen Gott in der Form eines Jesus-Gott (Freund, Bruder, Kumpel und Kollege) des NT dar.
Das Christentum lehrt, dass das Gesetz des AT durch Jesus (im NT) “ans Kreuz genagelt”, “erfüllt”, “vollendet” und “abgelöst” ist. Das Herz Gottes, das Kernstück der Bibel ist die Torah, die (gut gemeinten) Weisungen Gottes für die ganze Menschheit. Diese Torah ist beschrieben bzw. SIND die Fünf Bücher Mose. Nochmal: Die Torah wird vom Christentum als Gesetz degradiert und abgestempelt, von Jesus “ans Kreuz genagelt” (lies mal, was Jesus zu diesem Thema sagt: Mt.5,18). Wenn ein Christ die Torah ernst nehmen möchte (wie es Gott “für den Einheimischen und den Fremdling” und Jesus geboten haben), wird er von Pastoren, Pfarrern und Gemeindegliedern als “gesetzlich” ab- oder verurteilt, nach dem Motto: “Jetzt bist Du aber aus der Gnade gefallen!” Einem gläubigen Juden (und mir in der Zwischenzeit auch) bricht es das Herz, die Torah zu verleugnen. Und was für ein Affront gegen das, was Jesus gelehrt hat! Ich selber bin verurteilt worden: “Thomas, die Torah gilt nur für die Juden, aber sicher nicht für uns Christen. Und falls die Torah eine Bedeutung für uns Christen haben sollte, dann höchstens die Zehn Gebote!” (Wohlbemerkt: Es wird dauernd gegen das 1. und das 4. Gebot verstossen!).
Jesus Christus ist der Messias. Er wird Gottes Königreich auf Erden aufrichten, wenn er (zurück)kommt. Jesus ist nicht Gott.  “Wiedergeborene” Christen wollen das nicht wahrhaben. Sie glauben lieber der Christlichen Lehre, die der Kaiser Konstantin im 4.Jhdt.n.Chr. aus politischen Zwecken eingeführt hat.  Nur wissen sie das nicht. Oder wenn sie davon hören, halten sie ihre Ohren zu. Nach dem Motto: Was nicht sein darf, darf nicht sein! Was mein Pastor lehrt, stimmt bestimmt! Wiedergeborene Christen drohen mir die (mysthische) Hölle an, weil ich sage, Jesus sei der Messias, der Retter, aber nicht Gott.
Fazit: Niemand mehr bringt mich in eine Kirche oder Freikirche! Wer die Irrtümer mal erkannt hat, KANN NICHT MEHR ZURÜCK. Diskutieren darfst du die “heiligen Kühe” wie z.B. die Dreieinigkeit in der Kirche nicht, sonst bist du subito draussen.
Gerne hätte ich ein kurzes Abschiedswort an die Gemeinde gerichtet anlässlich meines letzten Gottesdienstbesuches in der “GvC Basi”, damals im Herbst 2013. Aber es wurde mir nicht erlaubt. Auch verabschiedet wurden wir (meine Frau und ich) nicht. Zu sehr hatte die Gemeindeleitung wohl Angst, ich würde die Schäfchen verwirren mit meiner Begründung für das Verlassen der Kirche.
… Tja, so bin ich “dann mal weg” – zu sehr liebe ich meinen Gott und Seinen Gesalbten, Jeschua (dies ist Jesu’ hebräischer Name, abgeleitet vom griechischen IESOUS), als dass ich mich wieder gefangen nehmen lassen würde von einem “verdrehten” Evangelium!
Gott hat mich frei gemacht und führt mich immer mehr in die Wahrheit! HalleluYah!
Wie gesagt: Aus diesem Grund habe ich mich schweren Herzens entschlossen, die Kirche zu verlassen.
Z.Zt. besuche ich eine jüdische Synagoge in Zürich, weil dort Gott als einzig wahrer und monotheistischer Gott angebetet wird (so wie es auch Jeschua getan hat) und die heidnische Trinität kein Thema ist. Wohin sonst sollte ich denn gehen?!


The GvC Worship Band: “Mir priisäd” (“Wir preisen”)  (Etienne Wolf) – CD “Bis a sis Härz” (“Bis an sein Herz”) – 2007 – “Wörship us de Parkarena”

Ein klassisches Lied, die heidenchristliche Trinität (Dreieinigkeit) verehrend: “Jesus – denn du allein bist Gott”!!!
(Schwyzerdütsch:) Zäme wämmer dich lobe, Herr dir nöch sii / Zäme wämmer dich ehre Jesus, fiire din Sieg / Zäme stömmer vor dir und bätet dich a / Du söllsch euses Zentrum sii, nüt anders isch jetzt dra
Denn du allei bisch Gott / Du allei bisch dä, wo über allem thront / Mir priisäd dich, o Herr, din heiligä Name / Jesus, du gosch öus voraa / Dini Tate, Herr, wänd mir bi eus hüt gseh / Chum du mit dinrä Gegewart.
(Deutsch:) Gemeinsam wollen wir Dich loben, Herr, Dir nah sein / Gemeinsam wollen wir Dich ehren, Jesus, feiern Deinen Sieg / Gemeinsam stehn’ wir vor Dir und beten Dich an / Du sollst unser Zentrum sein, nichts andres ist jetzt dran / Denn Du allein bist Gott / Du allein bist der, der über allem thront / Wir preisen Dich, o Herr, Deinen heiligen Namen / Jesus, Du gehst uns voran / Deine Taten, Herr, wolln wir bei uns heut’ sehn / Komm Du mit Deiner Gegenwart.


“GvC Chile Basi” * (Gemeinde von Christen im “Freihof”, Bassersdorf)

(Fotos entfernt)


GvC Winterthur (“Chile Hegi”)* in the new Parkarena (4 June 2006)  .. GvC Winterthur is the mother church of GvC Bassersdorf

(* “Chile” is Swiss German and means Kirche in German or church in English):

(Viele Fotos entfernt)

GvC Winterthur in the circus tent (“Gott erläbe im Zirkuszält” – Gott erleben im Zirkuszelt) from 2003 till 2006:


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